Stärken fördern und fordern

Lernen für das Leben

Der gemeinschaftliche Charakter steht in unserer Schule im Mittelpunkt. Jedes Kind ist
Teil einer Gemeinschaft, gibt und erfährt Unterstützung beim Lernen, erlebt gegenseitiges
Verstehen und Helfen, sodass im Miteinander jede einzelne Persönlichkeit wachsen und sich entfalten
kann. Neugierige Menschen, die die Welt kennen lernen wollen, und das Lernmaterial ist das Leben
selbst. Kinder haben einen natürlichen Drang nach eigener Leistung, sind voller Tatendrang und Interesse,
haben viele Fragen an die Welt. All unsere Schüler und Schülerinnen werden als kleine Forscher
begriffen, die ihr Wissen selbstständig erwerben, ihre Lernprojekte selbst mitsteuern und so
Kompetenzen entwickeln.



Orientiert nach dem Jena-Plan

Unsere Grundsätze



4 Grundsäulen
Das pädagogische Konzept steht im Wesentlichen auf den 4 Grundsäulen: Gespräch, Arbeit, Spiel und Feier.
Da uns eine positive und freudvolle Persönlichkeitsentwicklung unserer uns anvertrauten Kinder am Herzen liegt,
bauen wir diesen Rhythmus täglich in unsere pädagogische Arbeit ein und legen Wert auf einen freien, natürlichen und
dem eigenen Lernrhythmus angepassten Unterricht (Planarbeit, Gruppenarbeit, Projektarbeit, Freiarbeit, Präsentation).

Mehr als nur Fachwissen
Die Jenaplanpädagogik wird einem Erziehungs- und Lernprozess gerecht, in dem sie nicht nur Fachwissen anbietet, sondern
auch auf Bewusstseinsentfaltung, Persönlichkeitsentwicklung und Herzensbildung nicht vergisst.

ICH - DU - WIR

Lernen im Dialog


Beispiel für Kernidee - 1. Auftrag (Mathematik)

Autographensammlung mit Folgeauftrag

2. Autographensammlung mit Merktext

Dialogisches Lernen: Allgemein 

Das Dialogische Lernen ist von den Schweizer Didaktikern Urs und Regula Ruf sowie Peter Gallin ins Leben gerufen worden. Die Kernidee ist, dass Lehren und Lernen im Dialog stattfindet. Es werden Impulse durch die Lehrperson gegeben, welche von den Schüler/innen aufgegriffen werden. Im nächsten Schritt verwendet die Lehrperson Ausschnitte von Arbeiten der Kinder (Autographen) und gibt damit einen weiteren Impuls.

Vorwiegend mathematische und sprachliche Inhalte werden dadurch individuell und auf die jeweilige Klasse angepasst erarbeitet.
Im Mittelpunkt steht das Prinzip "ICH - DU - WIR". Das bedeutet, dass sich jedes Kind vorerst selbst mit seinen Gedanken auseinandersetzt, danach gemeinsam mit anderen darüber nachdenkt und am Ende im Plenum damit gearbeitet wird.
Alle Spuren des Kindes werden im Lerntagebuch/Reisetagebuch festgehalten. Dadurch ist der individuelle Lernprozess gut ersichtlich.


Dialogisches Lernen: In der Praxis 

Die Schüler/innen erhalten von der Lehrperson einen 1. Auftrag. Dieser enthält die Kernidee eines neuen Lerninhaltes. Der Auftrag soll die Schüler/innen auf etwas aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen. Die Kinder dürfen den Auftrag mit ihrem jeweiligen Wissenstands bzw. entsprechend ihrer Fähigkeiten beantworten. Die Antworten der Kinder können in vollkommen verschiedene Richtungen gehen. Das macht das "Dialogische Lernen" auch so interessant, denn es lässt verschiedene Gedankengänge zu. Nachdem die Kinder den 1. Auftrag beantwortet haben, gebe sie ihre Lerntagebücher (Heft) ab und die Lehrperson sieht sich die Arbeiten in Ruhe durch. Sie untersucht die Beiträge auf sogenannten "Perlen". Eine "Perle" ist ein ganz besonderer Beitrag, der für den weiteren Lernprozess wichtig ist. Das kann entweder eine richtige Antwort sein, aber auch irrtümliche Gedanken können hilfreich sein. Aus diesen "Perlen" erstellt die Lehrperson eine "Autographensammlung". Das bedeutet nichts anderes als, dass die Schüler/innen beim nächsten Mal ein Blatt bekommen, wo ausgewählte Beträge von Mitschüler/innen darauf sind. Mit dieser Sammlung der ausgewählten Beiträge wird weitergearbeitet. Die Kinder analysieren die Beiträge auf ihre Besonderheiten und gemeinsam wird der neue Lernstoff besprochen. Es gibt weitere Folgeaufträge, die wiederum in Einzelarbeit bearbeitet werden. Auch können die Kinder in den Lerntagebüchern der anderen lesen und ihnen kurze Rückmeldungen hinterlassen. So erfolgt ein ständiger Dialog zwischen der Lehrperson und auch den einzelnen Schüler/innen. Den Abschluss einer Lernsequenz bildet eine genaue Übersicht über das Gelernte, z.B. mit einem Merktext wird noch einmal alles zusammengefasst, was für diesen Lerninhalt wichtig ist. 


Weitere Informationen entnehmen Sie aus der Homepage:

www.lerndialoge.ch